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Soziobiologie
und Familienforschung
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Familie
Inhalt:
Mit der Veröffentlichung von „Sociobiology - The new
Synthesiss“ sorgte der Biologe Edward O. Wilson Mitte der
1970er Jahre für einen wissenschaftlichen Eklat, als er eine
Theorie entwarf, die menschliches Handeln als Ergebnis evolutionärer
Anpassungsprozesse begreift und es somit in letzter Konsequenz aus
sozialen und kulturellen Bezügen herauslöst. Mittlerweile
sind biologische Erklärungen für menschliches Verhalten
hoffähig geworden. Sie erzielen beträchtliche Erfolge
in der Öffentlichkeit und werden auch in den Sozialwissenschaften
verstärkt zur Kenntnis genommen. Nach wie vor zeigt sich aber
auch große Skepsis und individuelles Unbehagen angesichts
der Vorstellung, Menschen in letzter Konsequenz auf die Exekution
genetischer Verhaltensprogramme zu reduzieren.
Die Veranstaltung steht an der Schnittstelle zwischen Evolutions-
und Sozialtheorien menschlichen Verhaltens. Neben der grundlegenden
Erarbeitung des soziobiologischen Forschungsprogramms werden die
kritische Reflexion der evolutionären Perspektive auf das menschliche
Verhalten zentrale Bestandteile der Veranstaltung sein. In der Veranstaltung
wird ein spezieller Fokus auf das Themengebiet „Partnerwahl“
gelegt. An diesem Beispiel sollen Vorzüge und Probleme biologischer
und soziologischer Theorien menschlichen Verhaltens diskutiert werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung für die
Veranstaltung ist ab
15. März durch die Übernahme eines Referates möglich.
Anmeldungen werden ausschließlich telefonisch oder persönlich
entgegengenommen. E-Mail-Anfragen werden nicht bearbeitet.
Literatur:
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Buss, David M. 2005 (Hg.): The Handbook
of evolutionary Psychology, Hoboken: Wiley |
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Dawkins, Richard 2006: The selfish gene, Oxford:
Oxford University Press |
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Wilson, Edward O. 1975: Sociobiology - The new
Synthesis, Cambridge: Harvard University Press |
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